Tagebuch von Karak dem Reisenden

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Julie Vampyria
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Tagebuch von Karak dem Reisenden

Beitrag von Julie Vampyria » 23. Juli 2018 19:05

!!!Achtung, Achtung!!!

Dieser Thread wird das Tagebuch von Karak behandeln... Und zwar von Anfang an..
Wer sich also über Karak nicht spoilern möchte, sollte diesen Thread nicht lesen..;)
Denen, die diesen Thread lesen, wünsche ich viel Spaß und denkt dran, Spielerwissen ist nicht Charakterwissen..;)

LG Julie aka Una, aka Adhara, aka Karak

Julie Vampyria
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Re: Tagebuch von Karak dem Reisenden

Beitrag von Julie Vampyria » 23. Juli 2018 19:47

1. Eintrag

Wir haben vor zwei Monaten im Hafen von Kvatch angelegt... Mein Vater wollte unbedingt ein neues Leben beginnen.. Wir sind als Mittellose Familie an Bord eines Handelsschiffes gegangen. Mein Vater war bis zu dem Zeitpunkt für mich und meine älteren Brüder immer ein sehr liebevoller und höflicher Mann gewesen. Doch auf der Reise wurde er mürrischer und in sich gekehrt. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass unsere Mutter vor der Abreise an einer merkwürdigen Krankheit starb, die keiner erklären konnte, oder ob es was anderes war. Aber es wurde bis zur Ankunft immer schlimmer. Erst, als wir im Hafen anlegten und er bereits mit einem Brief in der Hand erwartet wurde, stieg seine Laune enorm. Doch trotzdem war er ein anderer Mensch. Dieser Brief musste etwas mit viel Geld zu tun gehabt haben, denn plötzlich hatte er massenhaft davon und warf damit nur so um sich. Doch von Zuneigung zu seinen Kindern war nicht mehr viel zu spüren. Er baute einen großen Kontor an den leergefegten Hafen. Kurz bevor wir dort ankamen, muss etwas furchtbares passiert sein. Ein Großteil der Stadt lag in Trümmern und viele Menschen waren gestorben. Diejenigen, die überlebt hatten, sprachen von einer großen Explosion und Dämonen. Doch mein Vater hielt das alles nur für einen großen Unfall, half beim Wiederaufbau der Häuser und trieb meine Brüder zur Arbeit an.. Er baut mittlerweile eine Werft und hat vor, neue Schiffe zu bauen. Sie sollen schneller sein und mehr Fracht tragen. Ich habe versucht, ihn dahingehend zu beraten, aber er denkt, dass seine Tochter ja keine Ahnung haben kann.. Ich habe mir jetzt dieses Buch zugelegt, damit ich Nachforschungen anstellen kann und sie aufschreiben kann. Anscheinend finde ich bei meinem Vater und meinen Brüdern ja kein Gehör.

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Kathrine Rachel Kastiel

Julie Vampyria
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Re: Tagebuch von Karak dem Reisenden

Beitrag von Julie Vampyria » 23. Juli 2018 20:13

2.Eintrag

Wir sind jetzt ein halbes Jahr hier in Kvatch. Meine Brüder ackern wie die Maultiere. Mein Vater treibt sie immer weiter an.. Ich versuche sie zu jeder freien Minute mit Essen und Trinken zu versorgen. Doch ich kriege jedes Mal zu hören, dass ich nichts an den Baustellen verloren habe und hinter den Herd und an die zu nähende Kleidung gehöre. Ich möchte auch etwas erreichen.
Ich möchte verstehen, was hier passiert ist, warum die Leute hier alle verrückt geworden sind. Sie sind extrem abweisend und wimmeln Fragen einfach ab. Ich habe versucht, eine Karte von der Stadt zu zeichnen, und den Radius der Explosion darauf zu verzeichnen. Ich konnte zumindest feststellen, dass es sich um einen exakten Kreis handelt. Doch mein Vater hat sie gefunden und verbrannt. Ich verstehe nicht warum. Er meinte, dass das keine Aufgabe für eine Frau wäre und sich die örtlichen Wachen darum kümmern sollten. Ich sollte doch nur meinen Pflichten als Hausfrau nachgehen.
Ich habe auch versucht, heraus zu finden, was in dessen Zentrum stand. Doch anscheinend gibt man an neu zugezogenen aus einem Fremden Land keine Informationen über den Aufbau der Stadt, selbst, wenn sie eh schon zerstört ist. Auf der einen Seite kann ich diese Entscheidung verstehen, auf der anderen ergibt es für mich keinen Sinn. Ich möchte den Menschen hier gerne helfen. Doch man denkt hier, dass es besser wäre, wenn Priester verschiedener Religionen hier ihr Heil predigen. Die Menschen glauben daran, doch es hilft ihnen nicht beim Aufbau ihrer Häuser, oder beim Beschaffen der Nahrung.
Eigentlich sollte ein Vater stolz sein, dass seine Tochter sich dafür interessiert, Nachforschungen anzustellen. Doch stattdessen legt meiner mir nur Steine in den Weg. Das hätte er früher nie getan. Ich muss das ganze wohl anders anstellen.

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Kathrine Rachel Kastiel

Julie Vampyria
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Re: Tagebuch von Karak dem Reisenden

Beitrag von Julie Vampyria » 8. August 2018 13:47

3.Eintrag

Wieder ist einige Zeit ins Land gegangen. Ich habe nicht mitgezählt, wie lange wir jetzt schon hier sind. Fest steht jedoch, dass ich meine Brüder immer weniger wieder erkenne und Vater unter all dem Leid und geistige Verwirrtheit der hiesigen Bewohner es geschafft hat, Männer zu finden, die ihm bei der Entwicklung und dem Bau der neuen Schiffe helfen wollen. Seitdem treffen sie sich regelmäßig bei uns. Dann bin ich nichts anderes als eine bessere Schankmaid... Die Blicke, die mir diese Männer zuwerfen ekeln mich an. Wenn ich weiß, dass diese Männer bei uns bleiben,versuche ich mich mittlerweile absichtlich hässlich und tollpatschig zu machen, damit deren Interesse weicht. Und es scheint zu klappen.

Ich habe die Bibliothek dieser Stadt gefunden. Ich habe versucht, Aufzeichnungen zu finden, von dem, was hier passiert ist, doch das scheint alles ein großes Geheimnis zu sein und erst recht vor Frauen.. Alles, was ich herausfand, war, dass im Zentrum der Explosion tatsächlich eine Kirche gestanden haben muss. Und bevor man mich rauswarf, konnte ich auch kurz einen Blick auf Skizzen eines merkwürdigen Rituals werfen.
Ich muss dringend mehr darüber raus kriegen. Vielleicht gibt es einen Weg meinen Vater und meine Brüder wieder "normal" werden zu lassen.

Doch fürs erste sollte ich die Füße stillhalten.

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Kathrine Rachel Kastiel

Julie Vampyria
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Re: Tagebuch von Karak dem Reisenden

Beitrag von Julie Vampyria » 8. August 2018 14:51

4. Eintrag

Ich weiß, ich wollte die Füße stillhalten. Doch es zieht mich immer wieder zum Zentrum der Explosion. Seit ich weiß, das dort ein Ritual stattgefunden haben muss, will ich Spuren dessen finden. Ich will verstehen, was dort vorging und aus welchem Grund. Doch mir ist aufgefallen, dass mir seit meinem Besuch bei der Bibliothek jemand folgt und mich beobachtet. Er scheint zu wissen, dass ich über seine Beobachtung Bescheid weiß. Er lächelt mir zu, nickt mir zu und taucht immer mal wieder in meinem Blickfeld auf. Seine Kleidung ist .... außergewöhnlich. Er trug eine schwarze Hose, aus augenscheinlich teurem Stoff. Genauso schienen sein weißes Hemd und seine ungewöhnliche, schwarze Jacke von teurem Stoff zu sein. Doch am merkwürdigsten fand ich seine Kopfbedeckung. Ich weiß gar nicht, wie ich sie beschreiben soll. Sie war rund, sehr hoch und saß gerade auf seinem Kopf.. Ihn im Ganzen zu sehen,gruselte mich etwas. Dieses Lächeln wirkt zwar geheimnisvoll, aber auch ...wissend. Zudem erschrak mich, dass er immer zu wissen schien, wo ich mich gerade befand.
Neulich habe ich einen Strauß Blumen und einen Brief dazu erhalten. Er zeigte kein Siegel oder ähnliches. Er steckte einfach inmitten der Blumen. Vater war zuerst skeptisch. Doch er schien zu denken, dass er von einem seiner "neuen Freunde" zu sein schien.Denn er lächelte. Dann zog er sich grinsend zurück. Ich nahm die Blumen und den Brief mit auf mein Zimmer. Dort laß ich zum ersten Mal den Brief. Doch ich konnte damit nichts anfangen. Es erschien mir eher gruselig.

"Ich weiß, wonach du suchst,
Schönheit vom Meer.
Ich werde dir zeigen, wonach du suchst,
Schönheit vom Meer.
Rieche nur an diesen Blumen,
Schönheit vom Meer.
Du wirst sehen, was du suchst,
Schönheit vom Meer.

-M."

Diese Blumen waren wunderschön. Doch sie hatten Dornen. Als ich vorm zu Bett gehen daran riechen wollte, stach ich mich an einem, dieser Dornen. sogleich wurde ich müde und ich mir wurde schwindelig. Plötzlich fand ich mich in einem Traum wieder.

Ich schien in der Luft zu stehen, mitten über einer Florierenden Großstadt mit einem Wunderschönen Hafen, einem großen Markt und in der Mitte des ganzen thronte eine große Kirche, wenn nicht gar eine Kathedrale. Es war ein strahlender Sommertag und auf dem Markt herrschte reger Betrieb. Neben mir tauchte plötzlich ein Schatten auf. "Schön, dass du meinem Angebot gefolgt bist, Schönheit vom Meer", sprach dieser Mann, der mich schon länger verfolgte. Auf die Frage, wer er sei und was das hier sollte, lächelte er nur auf diese Geheimnisvolle Weise. Er meinte, er sei hier, um mir die Wahrheit zu zeigen. Plötzlich fanden wir uns in einem Gewölbe wieder. In Nischen an den Wänden befanden sich Särge und man konnte in der Mauer einzelne Knochen und Schädel erkennen.. Noch bevor mir klar wurde, wo ich mich befand, lief eine Gestalt mit wehendem Umhang schnellen Schrittes durch mich hindurch. Allein diese Tatsache ängstigte mich sehr. Er lief in einen Raum und ließ die Türe geöffnet. Mein namenloser Begleiter und ich folgten der Gestalt. In dem großen Raum, der sich als Weinkeller entpuppte, befand sich in der Mitte ein Ritualkreis, der aus irgendeinem Pulver gestreut war. Ich konnte mit den ganzen Zeichen und Symbolen nichts anfangen, doch ich hatte keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen. Denn eine hastige Diskussion entbrannte zwischen den Leuten in diesem Raum. "wir müssen anfangen. Wir können nicht länger warten. Ich weiß nicht, wie lange der Priester noch außer Gefecht ist.", sagte die erste Stimme von der Gestalt, die durch mich hindurch gelaufen war. "Er wird gleich hier sein. Er kam noch nie zu spät. Hab mehr Geduld. Das lernt ihr doch in eurer Kirche. Warten und nichts tun.", sagte die zweite Stimme herrisch. Beides waren Männer, während der erste noch recht jung zu sein schien. Kurz darauf begannen die Kerzen in diesem Raum zu flimmern. "na endlich...", sagte die erste Stimme erleichtert. "ich habs dir doch gesagt. du musst mehr vertrauen in unseren Meister haben.", erwiderte die zweite Stimme. Am Rand des Ritualkreises erschien eine durchschimmernde Gestalt in einem Umhang.. Seine Stimme klang ungehalten als er nur fragte"Können wir beginnen? Ist der Kreis geschlossen? Wir können nicht riskieren, dass er entkommt." Mir wurde schlecht, als ich die Stimme hörte. Beide Männer nickten und stellten sich ebenfalls an den Rand des Kreises. Sie begannen irgendwelche Formeln auf zu sagen, die ich nicht verstand. Der Junge war nervös und zitterte in der Stimme. Als sie endeten, warfen sie in eine Feuerschale, die in der Mitte des Kreises stand, einige Zutaten. zuerst geschah gar nichts, doch dann gab es in der Feuerschale eine kleine Explosion und das Feuer brannte in einem grellen weiß, während die anderen Kerzen in diesem Raum verloschen. "Wer wagt es?!" brüllte eine Stimme mitten im Raum. Die Wände schienen zu beben und doch wirkte die Stimme von weit her. "Wir sind hier, um dich um einen Gefallen zu bitten.", sagte die durchscheinende Gestalt. Die anderen beiden, die anwesend waren, schwiegen. "Was für einen Gefallen?!", brüllte die Stimme aus dem Feuer. Die durchscheinende Stimme schwärmte von Reichtum und niemals endende Ehre für etwas, das nur er erschaffen würde.. Die Stimme aus dem Feuer lachte lauthals und fragte, was er davon hätte, wenn er der durchscheinenden Person helfen würde. Der Mann versprach ihm seine Frau, die eine reine Seele habe und auch die Seelen der Kinder, die für das, was er schaffen würde, bluten würden. Ich vermutete mittlerweile, dass es sich um einen Dämon handelte. Denn mit wem sonst sollte man solche Geschäfte machen? Der Dämon lachte und meinte, dass 4 Seelen für das, was er sich wünschte, viel zu gering wären. Aber er würde ihm den Wunsch erfüllen, wenn er sich dann auf den Weg hierher machen würde um die restliche Bezahlung würde der Dämon sich selbst kümmern, lachte der Dämon laut. Der Mann nickte. Plötzlich zeigte mein Begleiter auf den jungen Mann, dem so langsam die Beine versagten. Ich weiß nicht, ob es an der Aufregung lag, oder ob die beiden Anderen etwas magisches aufrecht erhalten mussten, jedenfalls war der Junge derart am zittern, damit er sich auf den Beinen halten konnte, das er den äußersten Kreis durchbrochen hatte. Der Dämon lachte gehässig und meinte, dass er sich seine restlichen Seelen jetzt sofort holen würde die Gestalt seinen Preis nicht bereuen werde. Außerdem meinte er, dass er hoffte, dass die Gestalt mit dem leben könne, was er vorfinden würde, wenn er hier ankäme... Dann lachte er lauthals und es gab eine gewaltige Explosion. Alles verschwand und verbrannte in heißen, grellem Weiß. Als nächstes fand ich mich wieder in der Luft wider. Unter mir brannte die Stadt. Man konnte den Radius der Explosion sehen. Ich erkannte es als das wieder, was ich ich gesehen hatte, wie wir hier angekommen waren. Ich war entsetzt und wandte mich meinem Begleiter zu. "Warum zeigst du mir das?!" brüllte ich ihn an.. "Was bringt mir dieses Wissen jetzt, außer, dass ich weiß, was mein Vater getan hat und das unsere Seelen verkauft sind?" Mein Begleiter lächelte mich an. "Es ist die Wahrheit, und die wolltest du doch, Schönheit vom Meer. Aber ich kann seine Seele retten, wenn du es willst... Denk drüber nach.." Dann gab er mir einen Handkuss und ich erwachte mit fürchterlichen Kopfschmerzen. Mein Vater brüllte aus den unteren Zimmern, wo sein Essen bliebe. Ich zögerte und begann zu weinen.. Was hatte er nur getan und was konnte ich dagegen tun?

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Kathrine Rachel Kastiell

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Re: Tagebuch von Karak dem Reisenden

Beitrag von Julie Vampyria » 17. September 2018 13:24

5. Eintrag

Es war noch immer die selbe Nacht. Vater brüllte immer noch. Es dauerte etwas, bis ich mich fertig gemacht hatte. Mittlerweile hörte ich seine Schritte auf der Treppe. Wenn ich mich nicht beeilte, würde ich wieder Schmerzen leiden müssen. Noch bevor er meine Tür öffnen konnte, hatte ich meine Kleidung gerichtet und die Haare in Ordnung gebracht. Ich hatte meine Tränen nicht getrocknet und er zerrte mich mit harten Griff die Treppe herunter. Unten waren seine "Freunde" am feiern und brüllten nach Getränken. Vater schob mich in die Küche und starrte mich wütend an. Sein Blick war ein Versprechen. Meine Brüder waren nicht zu sehen. Aber die Männer waren schon angetrunken und prahlten mit Geschichten darüber, wie sie Frauen erobert hatten, wie sie sich ihrer bemächtigt hatten und mit ihnen vergnügten. Währenddessen erhielt ich immer wieder Schläge auf mein Hinterteil und Sprüche, die auf abendliche Aktivitäten hinzielten. Ich warf Vater einen flehenden Blick zu, doch er ignorierte mich völlig. als seine Gäste tief in lallenden Gesprächen,die wahrscheinlich nur sie verstanden, verwickelt waren, kam er zu mir und machte mir Vorwürfe. Was mir einfiele, seine Gäste so zu behandeln, ich solle doch endlich mal erwachsen werden und einen von ihnen zum Mann nehmen. Schließlich bräuchte er einen Stammhalter, der seine Arbeit und seinen Traum zu ende führen solle. Ich war wütend und wollte ihm alles an den Kopf werfen, was ich gesehen hatte. Ich hatte Blick auf ein Fenster. Ich wollte gerade anfangen zu zetern, als ein Gesicht am Fenster auftauchte, und den Kopf schüttelte. Es war das Gesicht meines merkwürdigen Besuches. Also schloss ich den Mund wieder und senkte das Haupt. Während des restlichen Abends ließ ich die weiteren Versuche der Gäste über mich ergehen. Als der Morgen graute, waren die Männer so betrunken, dass sie sich kaum mehr am Tisch halten konnten. Vater zwang mich, dabei zu helfen, die Männer ins Bett zu stecken. Natürlich sollte ich sie bis auf die Unterkleidung ausziehen. Vielleicht erhoffe er sich dadurch, dass ich einen anziehend finden würde. Doch dem war nicht so. Es ekelte mich nur an. Man konnte vieles mit Parfum überdecken, doch sobald die Kleidung weg war, kam der ganze Gestank zum Vorschein. Ich war froh, als ich die Gasträume verlassen konnte. Vater zerrte mich in sein Büro. Er hielt mir erneut eine Rede darüber, wie verklemmt ich doch sei und ich solle froh sein, dass er mich noch in seinem Haus dulde und er mich nicht einfach an einen seiner Gäste versprach. Er redete noch mehr, doch ich hörte ihm nicht mehr zu. Plötzlich klopfte es an der Türe. Vater stutzte und starrte mich an, doch ich zuckte nur mit den Schultern, da ich auch keine Erklärung hatte. Er wies mich an, hier zu bleiben, dann ging er zur Türe und öffnete. Es dauerte einen Moment, dann rief er mich zu sich und fragte mich, warum ich ihm meinen Freund Mercurio nicht vorgestellt hatte. Ich zig eine Augenbraue hoch und warf einen Blick zur Tür. Dort stand der Merkwürdige Fremde mit einem Strauß dieser dornigen Pflanzen in der Hand. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte.

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Kathrine Rachel Kastiell

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